Markus Fasse, Carsten Herz Detroit, Frankfurt Die großen Autokonzerne und erfahrene Batterieproduzenten verschärfen den Kampf um die Vorherrschaft im Zukunftsmarkt Elektroautos. Der chinesische Batteriehersteller BYD, der erst seit wenigen Jahren Autos fertigt, fordert die etablierte Konkurrenz in Detroit nun offen heraus. BYD-Gründer Wang Chuanfu kündigte am Rande der US-Automesse an, schon 2010 und damit ein Jahr früher als geplant ein eigenes Elektroauto auf den US-Markt zu bringen.
Die Chinesen werfen damit Großkonzernen wie General Motors, die ebenfalls schon Ende dieses Jahres ihr Elektromodell Chevrolet Volt in Kalifornien auf den Markt bringen wollen, den Fehdehandschuh hin. BYD, heute bereits einer der größten Hersteller von Lithium-Ionen-Akkus für Handys und Laptops, beschleunigt mit dieser Ankündigung den Einstieg in den US-Markt deutlich. BYD wird vom Milliardär Warren Buffett unterstützt, der über seine Investmentholding Berkshire Hathaway einen Anteil von zehn Prozent hält.
Alle sehen sich vorn - außer VW Der prestigeträchtige Wettbewerb um die Führungsrolle in dem Zukunftsmarkt Elektromobile ist damit offen ausgebrochen. Denn auch andere internationale Autobauer blasen zum Kampf um die Vorreiterrolle im Zukunftsgeschäft mit Elektroantrieben. "Weltweit sind alle Hersteller bei E-Autos in der Startphase", sagte VW-Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg in Detroit.
Der US-Autobauer Ford kündigte in Detroit an, rund 450 Mio. Dollar in den Bau eines neuen Hybrid-Wagens und von Elektroautos in einem Werk in Michigan zu investieren. 2012 solle damit begonnen werden. Die Investitionen sind Teil der breit angelegten E-Auto-Strategie, die Ford im vergangenen Jahr ausgerufen hat. Der Konzern hat bereits 550 Mio. Dollar in das Werk gesteckt, um vom Bau von Geländewagen auf den Kompaktwagen Focus umzustellen. Es geht um einen großen Wachstumsmarkt: Das Institut für Automobilwirtschaft geht davon aus, dass bis zum Jahr 2020 mehr als zwei Mio. und bis zum Jahr 2030 schon rund zehn Mio. Fahrzeuge in den USA rein elektrisch fahren werden.
Der japanische Autobauer Toyota, der zu den Pionieren des Hybridantriebs zählt, will mit einer in Detroit als Weltpremiere gezeigten Hybridstudie ebenfalls eine neue Phase seiner Hybridstrategie, also der Kombination von Verbrennungs- und Elektromotor, einläuten und schon 2015 Brennstoffzellenfahrzeuge einführen. GM plant neben dem Volt auch das europäische Pendant, den Opel Ampera, von 2011 an zu verkaufen.
Aber auch Konkurrent Daimler sieht sich an der Spitze. "Während andere noch dabei sind, Showcars zusammenzubasteln, sind wir in Serie", sagte Forschungschef Thomas Weber in Detroit. Daimler setzt neben reinen E-Autos als einziger deutscher Hersteller zudem auf Brennstoffzellentechnik, bei der Wasserstoff als Energielieferant fungiert. "Die Reichweite der Brennstoffzellenversion der B-Klasse wird 400 Kilometer betragen. Das wird im nächsten Jahrzehnt mit keinem E-Auto sonst möglich sein", erläuterte Weber.
Einen Führungsanspruch meldet auch BMW an. "Wir haben die größte Flotte von E-Autos draußen auf den Straßen - bei Kunden, die sie jeden Tag nutzen", sagte Entwicklungschef Klaus Draeger. Die Experten vom CAR-Institut an der Universität Duisburg-Essen bescheinigen jedoch Toyota mit seinen Plug-in-Hybrids, die den Strom aus der Steckdose beziehen, die besten Aussichten. Die VW-Gruppe sei dagegen der deutsche Hersteller, der bei Hybrid und Elektromobilität am weitesten hinterherhinke. Volkswagen will laut Hackenberg sein erstes Elektrofahrzeug 2013 als Teil der neuen Kleinwagenfamilie Up auf den Markt bringen.
Volkswagen sieht bei der Zukunftstechnologie derzeit keinen Autobauer in Front. "Wir sind genau so weit wie die anderen", sagte VW-Entwicklungsvorstand Hackenberg.
Doch der Umbruch hat bereits begonnen. Nach einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey können sich die Modelle in Ballungszentren schon innerhalb der nächsten fünf Jahre "als realistische Alternative etablieren", wie McKinsey-Autoexperte Christian Malorny sagte. Schon 2015 werde in New York der Marktanteil bei bis zu 16 Prozent liegen, in Paris bei neun Prozent und in Schanghai bei fünf Prozent. Deutlich mehr als die Hälfte der Fahrzeuge würden dabei Plug-in-Hybride sein, die sich an einer Steckdose aufladen lassen und dank zusätzlichem Verbrennungsmotor größere Reichweiten schaffen.
In Salzburg hat die Zukunft der Elektromobilität begonnen: Die Bewohner der österreichischen Großstadt können für einen monatlichen Pauschalpreis ein Elektrofahrzeug leasen und dessen Energiespeicher an derzeit neun Ladestationen im Stadtgebiet wieder füllen. Getragen wird das Projekt von der Salzburg AG, die damit die Stadt und das Umland "zur Vorzeigeregion für Elektromobilität" machen will. Seit Anfang 2009 haben sich bereits 300 Personen dafür entschieden, die Mindestvertragsdauer beträgt zwei Jahre.
Derzeit sind unterschiedliche Fahrzeuge im Angebot: Ein Fahrrad mit Elektromotor kostet im Monat knapp 30 Euro, ein Elektroroller 95 und ein Stehroller von Segway 220 Euro, jeweils inklusive Strom von den Ladestationen und bei einer Laufzeit von 42 Monaten. Danach wird das Fahrzeug zurückgegeben. 2010 soll es auch Elektroautos geben und das Netz der Ladestationen weiter ausgebaut werden. Der dort abgegebene Strom stamme aus regenerativen Quellen, sagt die Salzburg AG. Die Fahrräder - ein Stadtrad und ein Mountainbike - haben einen 250-Watt-Motor nebst Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 10 Ampèrestunden (Ah); die Reichweite beträgt maximal 70 Kilometer, die Höchstgeschwindigkeit 25 km/h, die Ladedauer rund fünf Stunden. Vom Roller gibt es zwei Ausführungen, die sich im Energiespeicher unterscheiden: Die Blei-Gel-Akkus haben entweder 40 oder 60 Ah Kapazität (Ladezeit drei bis fünf sowie vier bis acht Stunden), der 4-kW-Motor sorgt für eine Reichweite von 60 oder 90 Kilometer, bei einer Höchstgeschwindigkeit von jeweils 45 km/h. Der Segway mit 1,8-kW-Motor kommt auf maximal 20 km/h und eine Reichweite von 38 Kilometer. Sein Lithium-Ionen-Akku wird in vier bis fünf Stunden wieder vollgeladen.
Hey everyone! I am from Wolfsberg. I went to school in the Stiftsgymnasium of St. Paul for 4 years and after that I went to the HTL Wolfsberg (automization part). Then I absolved the mandatory military service and went to the Montanuniversity of Leoben (mechanical engineering). After I finished, I started working in a petroleum company called Schlumberger Oilfield Services, which brougth me to Brazil and after that to Peru, where I am right now. I am getting specialized in Drilling and Measurement and I work on- and offshore. It is great!