Diplomanten: Leopold Stefan, Maier Andreas; Betreuer: Helmut Hebenstreit, Daniel Pressl
Introduction
2006
… war die Geburtsstunde, um eine Idee von DI Daniel Pressl im Rahmen einer interaktiven Ausstellung in den Kulturstadtsälen Wolfsbergs umzusetzen. Neben den Hochgeschwindigkeitsaufnahmen, die durch ihre dynamische Ausstrahlung auch als Kunstwerke angesehen werden können, gab es eine interaktive Box, in welcher es möglich war, ein persönliches Hochgeschwindigkeitsbild aufzunehmen.
Außerdem bestand die Möglichkeit, sich die Hochgeschwindigkeitsaufnahme per e-mail zusenden oder ausdrucken zu lassen. Verbunden damit war die Anmeldung auf der Website www.redwired.org, auf der alle Aufnahmen zu sehen waren und auf der man sich mit anderen Ausstellungs-Besuchern austauschen konnte. Die Black-Box, zusammen mit dem gesamten Informationsmaterial, welches an der Black Box angebracht war, diente dem besseren Verständnis für Hochgeschwindigkeitsfotografie.
2007/08
DI Daniel Pressl eröffnete uns die Möglichkeit dieses Projekt im Rahmen einer Diplomarbeit weiter zu führen. Da es sich bei der Ausstellung um einen Prototyp der Box handelte, musste die Box ständig betreut werden. Für die vollständige Automatisierung des Ablaufs und den Aufbau der Box mussten noch etliche Stunden investiert werden, was im Rahmen unserer Diplomarbeit geschah.
So fiel der Startschuss für das Projekt „Ballon-Box“ mit den Betreungslehrern AV Prof. Hebenstreit und Dr. Millonig. Ebenso standen uns für weitere Fragen bezüglich der Platinen und automatisierten Ablauf in der Box Prof. Fischer und FL Weilguni tatkräftig zur Seite.
Solch ein neuartiges Projekt verlangt auch neuartigste Materialien. Die Box muss einfach im Auf- und Abbau sein. Des Weiteren sollten die Teile eine handelsübliche Größe und Gewicht nicht überschreiten.
FL Sterling, FL Grillitsch, FL Freidl sowie Werkstättenleiter Käfer waren hierfür unsere Ansprechpersonen. Um den Leichtbau zu gewährleisten wird die Box mit Leichtbauplatten errichtet. Diese bestehen aus zwei 8mm starken Spanplatten welche im Zwischenraum mit Kartonwaben ausgekleidet sind. Somit werden die Seiten sehr stabil und erreichen eine Wandstärke von insgesamt 38mm. Um nun das Gewicht einer Seitenwand von 2,2 x 2,2 Metern noch zu reduzieren, wurde sie in 2 Teile geteilt und für den Zusammenbau mit einem Nut - Federprinzip ausgestattet. Diese Verbindung wird durch Schnellverschlüsse zusammengehalten und ist ohne Schrauben und Werkzeug einfach lösbar. Somit haben wir auch das dritte Kriterium der neuen Box erfüllt. Ein einfacher Auf- und Abbau ist somit gewährleistet.
Die Vorteile der Box sind:
-der einfache Transport mit Hilfe eines Autoanhängers
-die individuelle Gestaltung der Außenflächen
-der günstige Preis für die Errichtung
-der farblichen Gestaltung sind keine Grenzen gesetzt
-Umlegung des Konzeptes auf Messestände und Ähnliches
Technisch wurde die „Ballon-Box“ sehr stark aufgewertet.
Sie bekam ein Terminal mit eigens angefertigter Software, welches den gesamten Ablauf rund um die Box beinhaltet. Beginnend mit der Verwaltung von Besucherdaten in einer Datenbank bis hin zu einem „To-Do-Video“, über den Ablauf in der Box, besteht sogar die Möglichkeit verschiedene Sprachen auszuwählen.
Die durchdachte elektrische Planung und Steuerung, sowie die Verkabelung in der Box und die verbesserte Bildqualität, mit individuellem Hintergrund, sind die Voraussetzung für eine praxistaugliche Anwendung.
Solch eine Box sollte in keinem Museum, welches interaktiv wirken möchte, fehlen. Dies gilt auch für Ausstellungen, bei denen die Kombination Kunst und Technik dem Publikum näher gebracht werden soll.